Jeden Sonntagabend um kurz nach 19.00 Uhr läuft die Kindersendung Radio Ragazzi auf Antenne AC.

Verantwortlich ist die Euro Jugend.

Die Kinder- und Jugendredaktionen von Radio Ragazzi treffen sich wöchentlich in der Euro Jugend um darüber zu berichten, was in der Städteregion los ist.

Die Aktion „Sprich mit mir!“ aller Jugendämter und dem Gesundheitsamtes in der StädteRegion Aachen fanden alle gut und haben darüber in der Sendung am 23. September berichtet.

Das hörte sich dann so an:

Seit drei Jahren bietet die Fachstelle für Suchtvorbeugung in der StädteRegion Aachen gemeinsam mit den Jugendämtern in den jeweiligen Kommunen Fortbildungen zum Methodenkoffer Cannabis an. In Kooperation mit dem Jugendamt Würselen findet nun eine weitere Fortbildungsveranstaltung für Multiplikatoren aus weiterführenden Schulen, der Jugendarbeit und aus Bildungsmaßnahmen statt.

Vermittelt werden grundsätzliche Informationen zum Thema Cannabiskonsum bei Jugendlichen und das Material aus dem Methodenkoffer wird gemeinsam praxisorientiert erarbeitet. Der Koffer ist für den Einsatz ab Jahrgang 8 (ab ca. 14 Jahren) vorgesehen. Er kann nach der Schulung von den Multiplikatoren kostenlos ausgeliehen und in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen eigenständig genutzt werden.

Ergänzend zu den bereits vorhandenen Materialien steht seit kurzer Zeit weiteres Methodenmaterial durch einen weiteren Cannabiskoffer des Landes NRW aus der Kampagne zur Cannabisprävention „Stark statt breit“ zur Verfügung. (Bild)

Die vorhandenen Methodenkoffer im Verleih werden gut genutzt – nicht nur die überregionalen Schulungen, zusätzliche Teamschulungen und Präsentationen in Arbeitskreisen und Fachforen haben zu einem hohen Bekanntheitsgrad der Nutzungsmöglichkeiten des Methodenkoffers beigetragen.

Die aktuellen Zahlen der letzten Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigen, dass gezielte Aufklärungs- und Informationsarbeit zum Thema Cannabis bei älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen unerlässlich ist. Grundsätzlich werden folgende Trends zum Cannabiskonsum festgestellt:

  • Nach einer in den 2000er Jahren zunächst rückläufigen Entwicklung nimmt die Verbreitung des Konsums von Cannabis wieder zu.
  • Bei Cannabiskonsum gibt es Geschlechtsunterschiede. Mehr männliche als weibliche Jugendliche und junge Erwachsene konsumieren Cannabis.
  • Bei den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren ist der Cannabiskonsum deutlich weiter verbreitet als im Alter von 12 bis 17 Jahren.

Die Einladung sowie das Anmeldeformular zur Fortbildung stehen hier zum Download zur Verfügung.

Das Info-Blatt zum Cannabiskonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland sowie die Studie stehen hier zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen und Kontakt:
Fachstelle für Suchtvorbeugung in der StädteRegion Aachen
Elke Koch und Gabi Fischer
Bergrather Straße 51-53
52249 Eschweiler
Tel.: 02403 88 30 50
E-Mail: suchtvorbeugung@sucht-ac.de
www.sucht-ac.de

Kinder statt Smartphone im Blick behalten!

StädteRegion Aachen. Unter dem Titel „Sprich mit mir!“ haben jetzt alle Jugendämter in der StädteRegion mit dem Gesundheitsamt eine gemeinsame Aktion gestartet. Die Institutionen, zusammengeführt im Netzwerk „Frühe Hilfen/Kinderschutz“, wollen damit auf ein immer stärker werdendes Problem aufmerksam machen: Eltern schenken ihrem Smartphone mitunter mehr Aufmerksamkeit als ihrem Nachwuchs.

„Heute gibt es sogar beim Kinderarzt das Bild, dass viele Eltern im Wartezimmer auf ihrem Smartphone in Sozialen Medien aktiv sind, statt ihrem kranken Kind die nötige Aufmerksamkeit zu schenken“, sagt Stefan Pietsch, Arbeitsgruppenleiter Allgemeiner Sozialer Dienst der Stadt Eschweiler. Dass diese Tendenzen problematisch sind und weitreichende Folgen für die Entwicklung von Kindern – gerade in deren ersten Lebensjahren – haben, soll mit dieser Aktion deutlich in die Öffentlich getragen werden.

„Papa! Papa!…“ ruft das kleine Mädchen auf dem Laufband der Supermarktkasse. Gedankenversunken auf das Smartphone blickend, hat der Vater neben Obst und Gemüse auch gleich das eigene Kind mit Richtung Kasse geschickt. Die Szene ist Teil eines von vier kurzen Videoclips der Aktion „Sprich mit mir!“, die alle Jugendämter und das Gesundheitsamt in der StädteRegion Aachen jetzt vorgestellt haben.

Zudem werden noch Plakate, ansprechende Postkartenmotive und ein Flyer mit vielen Informationen und Tipps zu dem Thema verteilt. Die Gesamtauflage liegt bei mehr als 10.000 Exemplaren.

„Die ersten drei Jahre eines Kindes sind von besonderer Bedeutung, denn in dieser Zeit werden alle Grundlagen gelegt! Auch wenn das Baby selbst noch nicht sprechen und Sprache verstehen kann, ist es ganz wichtig, dass es trotzdem angesprochen wird. Die vertraute Stimme der Eltern und der Blickkontakt gibt ihm Sicherheit und ist Grundlage für eine gesunde Sprachentwicklung“, sagt Dr. Josef Michels vom Gesundheitsamt der StädteRegion.

Auch für eine gute emotionale und geistige Entwicklung ist die sichere Bindung zu den Bezugspersonen unabdingbare Voraussetzung. Und Kommunikation beginnt schon mit Blickkontakt, mit Mimik und Gestik, die gegenseitige Reaktionen zwischen dem Kind und den Eltern auslösen. Mit dem Kind zu sprechen, seine Reaktionen zu sehen und darauf zu antworten, seine Bedürfnisse zu erkennen und darauf zu reagieren ist eine notwendige Zuwendung, die ein Kind für seine Entwicklung unbedingt benötigt.

Und das ist, so der Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung der StädteRegion Aachen, Sebastian Heyn, gerade in Zeiten der zunehmenden Smartphone-Nutzung ein Problem geworden: „Wenn Kinder merken, dass für ihre Eltern das Handy wichtiger ist als sie selbst, hat das deutlich negative Folgen für die kindliche Entwicklung.“

Weil die Kommunikation zwischen den Kindern und den Eltern heutzutage abnimmt, stellen Erzieherinnen ebenso wie Kinderärzte immer häufiger fest, dass die Sprachentwicklung leidet. Auch Unfälle mit kleinen Kindern nehmen zu, weil Kleinkinder aus dem Blick geraten. Heyn: „Wir wollen mit der Kampagne aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinder arbeiten, sondern vielmehr bei Eltern positiv dafür werben, mehr mit ihren Kind zu sprechen und sich auf dieses zu konzentrieren.“

Anlässlich des Weltkindertages am 20. September sensibilisiert das Netzwerk „Frühe Hilfen/Kinderschutz“ nun mit den Plakaten, Postkarten und Video-Clips für einen bewussten Umgang mit der täglichen Smartphone-Nutzung und der Notwendigkeit einer intensiven Interaktion zwischen Eltern und Kind. Auf der Internetseite www.imblick.info/sprich-mit-mir gibt es weitere Informationen und dort sind Ansprechpartner genannt, an die man sich wenden kann.